"Extreme Programming (XP) ist den agilen Projektmanagementmethoden zuzurechnen, weist etwa zahlreiche Gemeinsamkeiten mit der SCRUM Methode auf. XP zeichnet sich - wie alle agile Projektmanagementmethoden - durch fortlaufende Iterationszyklen aus. Die Anforderungen werden als User Stories erfasst (wie bei Scrum), der Aufwand wird in Story Points bewertet (wie bei Scrum). Während Scrum nur drei Rollen kennt (Product Owner, Scrum-Master, Scrum-Team) kennt (bzw. definiert) XP etwas mehr Rollen: Product Owner, Developer, Project Manager (Führung des Teams), Kunde und Benutzer (muss nicht identisch sein).

XP legt sehr hohen Wert auf intensive Kommunikation mit dem Kunden. Zur Vermeidung von unnötiger Komplexität setzt XP darauf, durch frühzeitige Bewertung des Nutzens von Features (Programmfunktionen) nur das zu verwirklichen, was tatsächlich einen Nutzen für den Kunden hat. Bei der Umsetzung werden diejenigen User Storys zu BEginn umgesetzt, die einen hohen Nutzen und ein hohes Risiko haben; im zweiten Schritt jene User Storys, die einen hohen Nutzen und geringes Risiko.

In XP wird häufig testgetriebene Entwicklung eingesetzt; im Sinne einer Risikovermeidung bzw. Qualitätsoptimierung werden Tests sehr früh angesetzt. "

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Sebastian Zang
Author

Der Autor ist Manager in der Softwareindustrie mit internationaler Expertise: Prokurist bei einem der großen Beratungshäuser - Verantwortung für den Aufbau eines IT Entwicklungszentrums am Offshore-Standort Bangalore - Director M&A bei einem Softwarehaus in Berlin.