"Man spricht von ""Agilem Projektmanagement"", wenn die Steuerung eines Projektes sehr dynamisch erfolgt. Zu Beginn eines Projektes liegt beispielsweise nur eine grobe Anforderungsspezfikation vor, die detaillierten Anforderungen werden erst im Verlauf eines Projektes entwickelt. Die Feinspezifikation erfolgt in sogenannten Iterationszyklen, am Ende eines solchen Iterationszyklus steht ein Produktinkrement. Dieses iterative Vorgehen erlaubt eine laufende Integration von neuen / angepassten Anforderungen und die frühzeitige Berücksichtigung von Nutzerfeedback bei Softwareprodukten. Bei langlaufenden Entwicklungsprojekten können mit dieser Methode technische Innovationen im Projektverlauf berücksichtigt werden, ebenso werden schnelle Produktzyklen möglich.

Das Verständnis über ""Agiles Projektmanagement"" ist keineswegs einheitlich. Es reicht von stark strukturierten Prozessen mit täglichem Monitoring bis hin zu weitgehend ungeplantem Arbeiten an einer Aufgabe. Eine populäre Variante des ""Agilen Projektmanagement"" ist SCRUM, eine weitere Variante das DSDM (Dynamic Systems Development Method). Es wird vielfach hervorgehoben, dass in agilen Projekten Kollaboration und die Bedeutung des Einzelnen im Team besondere Bedeutung zugemessen wird, während Prozesse und Werkzeuge nachranginge Bedeutung haben. In diesem Sinne lassen sich auch alle Methoden des Agilen Projektmanagement auf einige Grundprinzipien zurückführen, die im 2001 veröffentlichen Agilen Manifest formuliert werden: Individuals and interactions over processes and tools; Working software over comprehensive documentation; Customer collaboration over contract negotiation; Responding to change over following a plan. "

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Sebastian Zang
Author

Der Autor ist Manager in der Softwareindustrie mit internationaler Expertise: Prokurist bei einem der großen Beratungshäuser - Verantwortung für den Aufbau eines IT Entwicklungszentrums am Offshore-Standort Bangalore - Director M&A bei einem Softwarehaus in Berlin.